Bericht zur Soldan Moot Spring School in Naumburg 2025

Zur Vorbereitung des Soldan Moot Court 2025 fand zum ersten Mal die Soldan Moot Spring School statt. Dafür fuhren die Teilnehmenden und Coaches nach Naumburg, wo sie sich besser kennenlernen konnten und die Teilnehmenden in ersten Inhaltsveranstaltungen in die zivilprozessuale Fallbearbeitung eingewiesen wurden. Dass es dabei nicht nur ums Lernen ging, verdeutlicht der folgende Erfahrungsbericht:

„Am Freitag, den 16. Mai trafen wir uns am Bahnhof in Halle. Von dort ging es mit dem Zug gemeinsam nach Naumburg. Als zukünftiges vierer-Team konnten wir uns hier bereits vorsichtig beschnuppern. Nach 40 Minuten Zugfahrt kamen wir im Regen in Naumburg am Bahnhof an und durften von da mit der historischen Stadtbahn bis zur Endhaltestelle tuckern. Ab da stand uns ein 20-minütiger Fußmarsch bevor. Die ersten teambildenden Maßnahmen bestanden im gemeinsamen Gepäck transportieren, da der Weg sich als recht steil, holprig und rutschig darstellte. Angekommen in der Jugendherberge wurden die Zimmer verteilt und anschießend ein gutes DDR-Abendessen zu sich genommen.

Abends wagten wir erneut den Weg in die Stadt, um in zwei Teams einen Kriminalfall in der Naumburger Innenstadt zu lösen. Nach zwei Stunden intensiver Detektivarbeit ging es zurück in die Jugendherberge. Dort angekommen ließen wir den Abend mit ein paar Runden Black Stories, Getränken und Snacks ausklingen. Bis tief in die Nacht erkundeten wir skurrilste Unglücksfälle der Menschheitsgeschichte.
Am nächsten Morgen erhielten wir nach einem guten Frühstück eine kurze Wiederholung im Zivilprozessrecht, um danach erste Schritte im Urteilsstil und mündlichem Subsumieren zu wagen und eine Einführung in die Relationstechnik und den Pendelblick zu erhalten. Dieses Wissen durften wir sodann in einem ersten gemeinsam Aktenvortag anwenden und üben. Unterbrochen wurden wir durch eine kurze Mittagspause und einer längeren Kaffeepause mit Wikingerschach im Freien.
Nach einem gemeinsamen Abendessen setzten wir uns gemeinsam ans Lagerfeuer und lernten uns beim Spiel Werwolf als Gruppe noch einmal besser kennen.

Vor der Abreise am Sonntag durften wir in 60 Minuten und zweier-Teams unser Wissen erneut an einem Fall auf die Probe stellen und selbstständig aus einer Akte einen Lebenssachverhalt herleiten und die relevanten Rechtsfragen sowie deren Klärung im Urteilsstil mündlich vortragen.

Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen ging es im Regen zu Fuß zurück zum Bahnhof (die Stadtbahn hatten wir um eine Minute verpasst).“

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